Update: ID. Software 3.9.1 kommt!

Volkswagen bringt Batterie-Vorkonditionierung und zahlreiche Verbesserungen per OTA!

Gute Nachrichten für viele Fahrer der Volkswagen ID. Familie! Volkswagen hat das nächste große Over-the-Air-Update für Fahrzeuge mit der ID. Software 3.x angekündigt. Die neue Version 3.9.1 bringt nicht nur zahlreiche Optimierungen bei Ladeleistung, Batteriemanagement und Systemstabilität mit sich, sondern erfüllt auch einen lang gehegten Wunsch vieler ID. Fahrer: die manuelle Vorkonditionierung der Hochvoltbatterie vor dem Schnellladen.

Und das dürfte gerade jetzt, wenn die Temperaturen wieder sinken, für ordentlich Freude in der Community sorgen!

Volkswagen hat die neue ID. Software 3.9.1 offiziell angekündigt und bereits in seine Übersicht der Softwareversionen aufgenommen. Der Rollout soll in Kürze beginnen und wie gewohnt schrittweise erfolgen.

Im Mittelpunkt stehen diesmal weniger optische Veränderungen als vielmehr technische Verbesserungen, die sich im täglichen Umgang mit dem Fahrzeug bemerkbar machen sollen.

Besonders erfreulich: Nach Angaben aus dem offiziellen ID. Drivers Club sind zahlreiche Anpassungen auf Rückmeldungen der Fahrer zurückzuführen.

Endlich! Manuelle Batterie-Vorkonditionierung vor dem Schnellladen

Für viele ID. Fahrer dürfte das die wichtigste Neuerung des gesamten Updates sein.

Mit der ID. Software 3.9.1 wird es möglich, die Hochvoltbatterie vor einem DC-Schnellladestopp manuell vorzuheizen.

Warum ist das so wichtig?

Lithium-Ionen-Batterien erreichen ihre optimale Ladeleistung nur innerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs. Gerade bei niedrigen Außentemperaturen kann eine kalte Batterie dazu führen, dass die mögliche Ladeleistung an einer Schnellladesäule deutlich reduziert wird.

Bislang war die gezielte Vorbereitung der Batterie bei älteren ID. Modellen nur eingeschränkt beziehungsweise nicht manuell möglich.

Mit der neuen Funktion können Fahrer die Batterie nun aktiv auf das bevorstehende Schnellladen vorbereiten.

Das kann insbesondere auf längeren Autobahnfahrten im Winter einen spürbaren Unterschied machen.

Wichtig: Die Vorkonditionierung erhöht nicht die technisch mögliche maximale Ladeleistung des Fahrzeugs. Sie hilft vielmehr dabei, die vorhandene Ladeleistung unter ungünstigen Temperaturbedingungen besser auszuschöpfen.

Wie schnell die Batterie tatsächlich lädt, hängt weiterhin unter anderem von ihrem Ladezustand, ihrer Temperatur und der jeweiligen Fahrzeugvariante ab.

Optimiertes Thermomanagement: Mehr Effizienz und bessere Batteriepflege

Neben der manuellen Vorkonditionierung hat Volkswagen auch das automatische Thermomanagement der Hochvoltbatterie überarbeitet.

Die Batterietemperatur wird künftig stärker in Abhängigkeit vom Fahrverhalten geregelt.

Zusätzlich soll die Batterie nach einem DC-Schnellladevorgang effektiver gekühlt werden.

Das klingt zunächst nach einer eher unscheinbaren Änderung, kann aber durchaus Vorteile bringen.

Ein optimiertes Temperaturmanagement kann dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren, die Effizienz zu verbessern und die Batterie langfristig zu schonen.

Gerade bei intensiver Nutzung, beispielsweise auf längeren Autobahnetappen mit mehreren Schnellladestopps, spielt die thermische Belastung der Batterie eine wichtige Rolle.

Konkrete Angaben dazu, wie stark sich diese Optimierungen auf Verbrauch, Reichweite oder Batterielebensdauer auswirken, liegen bislang allerdings nicht vor.

AC-Laden wird zuverlässiger

Auch beim Laden mit Wechselstrom hat Volkswagen nachgebessert.

In seltenen Fällen konnte es bislang vorkommen, dass die AC-Ladeleistung während eines Ladevorgangs unerwartet abfiel.

Mit der neuen Software soll das System solche Situationen automatisch erkennen und die Ladeleistung stabilisieren.

Das dürfte insbesondere für Fahrer interessant sein, die ihren ID. regelmäßig zu Hause an der Wallbox oder an öffentlichen AC-Ladesäulen laden.

Verbesserungen beim PV-Überschussladen

Wer seinen ID. mit selbst erzeugtem Solarstrom lädt, darf sich ebenfalls über eine Optimierung freuen.

Volkswagen hat das Zusammenspiel mit intelligenten Wallboxen beim photovoltaischen Überschussladen verbessert.

Hintergrund: Beim PV-Überschussladen wird der Ladevorgang abhängig von der aktuell verfügbaren Solarleistung gesteuert. Sinkt der Überschuss, kann der Ladevorgang unterbrochen und später wieder aufgenommen werden.

Genau bei diesem erneuten Start gab es in bestimmten Konstellationen Schwierigkeiten.

Mit ID. Software 3.9.1 soll die Wiederaufnahme des Ladevorgangs nach einer Ladepause zuverlässiger funktionieren.

Als Beispiel wird der SMARTFOX Pro Charger genannt.

Für viele Besitzer einer eigenen Photovoltaikanlage ist das eine durchaus interessante Verbesserung im Alltag.

Elektrische Türgriffe: Volkswagen verbessert die Zuverlässigkeit

Ein weiterer Punkt betrifft die elektrischen Türfunktionen.

Hier hat Volkswagen insbesondere die Zuverlässigkeit bei wechselnden Witterungsbedingungen optimiert.

Sollten bei einzelnen Fahrzeugen nach der Installation weitere technische Anpassungen notwendig sein, wird sich der zuständige Volkswagen Servicepartner mit dem Fahrzeughalter in Verbindung setzen.

Hochvoltbatterie wird auf erhöhte Selbstentladung überwacht

Mit der neuen Software erhält auch die Überwachung der Hochvoltbatterie eine zusätzliche Funktion.

Das System kann künftig eine ungewöhnlich hohe Selbstentladung erkennen.

Wird ein entsprechender Zustand festgestellt, erscheint eine Warnmeldung im Fahrzeug.

Die Batterie kann anschließend durch einen Volkswagen Servicepartner überprüft werden.

Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Diagnose- und Überwachungsfunktion, die helfen soll, mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen.

Kleine Änderungen, die den Alltag angenehmer machen

Neben den größeren technischen Neuerungen hat Volkswagen auch einige Details bei Bedienung und Komfort überarbeitet.

So verschwindet der Willkommensbildschirm künftig automatisch nach fünf Sekunden.

Auch Warnmeldungen zur Kindersicherung werden automatisch ausgeblendet, sobald der entsprechende Zustand behoben wurde.

Darüber hinaus wurde ein Fehler korrigiert, der unter bestimmten Umständen eine falsche Meldung über einen zu niedrigen Kältemittelfüllstand verursachen konnte.

Es sind keine spektakulären Neuerungen, aber genau solche Kleinigkeiten können im täglichen Umgang mit dem Fahrzeug durchaus einen Unterschied machen.

IT-Sicherheit: Das Update ist auch für zukünftige Aktualisierungen wichtig

Ein wesentlicher Bestandteil von ID. Software 3.9.1 sind außerdem Verbesserungen der IT-Sicherheit.

Volkswagen weist ausdrücklich darauf hin, dass die Installation der neuen Version eine Voraussetzung für den Empfang zukünftiger Over-the-Air-Updates darstellt.

Damit geht es bei 3.9.1 nicht ausschließlich um neue Funktionen und Fehlerkorrekturen, sondern auch um die langfristige Aktualisierbarkeit der betroffenen Fahrzeuge.

Welche ID. Modelle bekommen das Update?

Die neue ID. Software 3.9.1 richtet sich an entsprechend unterstützte Fahrzeuge der ID. Familie mit der Softwaregeneration 3.x.

Nach der aktuellen Ankündigung beginnt die Verteilung zunächst bei Fahrzeugen, auf denen bereits mindestens die ID. Software 3.7 installiert ist.

Wer noch eine ältere Softwareversion verwendet, sollte zunächst prüfen, ob weitere Updates verfügbar sind.

Falls keine Aktualisierung angeboten wird, empfiehlt Volkswagen die Kontaktaufnahme mit einem Servicepartner.

Wichtig für Besitzer neuerer ID. Modelle: Fahrzeuge mit den Softwaregenerationen 4.x, 5.x oder 6.x gehören nicht zu diesem Update-Zweig. Für diese Fahrzeuge stellt Volkswagen separate Softwareaktualisierungen bereit.

Ein direkter Wechsel von der Softwaregeneration 3.x auf 5.x ist laut Volkswagen aus technischen Gründen nicht möglich. Hintergrund sind unter anderem Änderungen an der Fahrzeughardware im Zusammenhang mit regulatorischen Anforderungen.

Dass Volkswagen die ältere Softwaregeneration 3.x weiterhin pflegt und funktional erweitert, ist deshalb besonders erfreulich.

Wann startet der Rollout von ID. Software 3.9.1?

Ein konkretes Datum für die vollständige Verteilung wurde bislang nicht genannt.

Volkswagen kündigt an, dass der Rollout in Kürze beginnen soll.

Wie bei bisherigen Updates erfolgt die Verteilung in mehreren Wellen nach dem sogenannten Canary-Release-Prinzip.

Dabei erhält zunächst eine kleinere Anzahl ausgewählter Fahrzeuge die neue Software.

Anschließend wird der Rollout schrittweise auf weitere Fahrzeuge ausgeweitet.

Es kann deshalb durchaus passieren, dass zwei technisch vergleichbare ID. Modelle die Aktualisierung zu unterschiedlichen Zeitpunkten angeboten bekommen.

Wer das Update nicht sofort angezeigt bekommt, muss sich also nicht zwangsläufig Sorgen machen.

Was muss vor der Installation beachtet werden?

Damit ein Over-the-Air-Update empfangen werden kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Das Fahrzeug benötigt einen aktiven VW Connect beziehungsweise entsprechenden We Connect Vertrag, die erforderliche Zustimmung zur Datenübertragung und eine funktionierende Internetverbindung.

Die Zustimmung zum Download kann bei Fahrzeugen mit ID. Software 3.x über die entsprechende ID. Software Anwendung im Infotainment-System erfolgen.

Sobald die Aktualisierung bereitsteht, informiert das Fahrzeug über das Infotainment-System.

Für die Installation gelten außerdem einige wichtige Hinweise:

  • Die Hochvoltbatterie muss zu Beginn der Installation mindestens zu 50 Prozent geladen sein.
  • Während der Installation kann das Fahrzeug weder gefahren noch geladen werden.
  • Der Ladevorgang muss deshalb vorher beendet werden.
  • Eventuell angeschlossene OBD-Diagnosegeräte sollten entfernt werden.
  • Einzelne persönliche Einstellungen, beispielsweise gespeicherte Radiosender, können zurückgesetzt werden.
  • Bestimmte Funktionen, darunter gegebenenfalls die Alarmanlage, stehen während der Installation vorübergehend nicht zur Verfügung.

Bei Fahrzeugen mit speziellen technischen Umbauten, beispielsweise Taxiumbauten oder nachgerüsteten Systemen wie Rückfahrkameras von Drittanbietern, kann eine OTA-Installation ausgeschlossen sein. In solchen Fällen sollte der Volkswagen Servicepartner kontaktiert werden.

Die Aktualisierung selbst ist für die betroffenen Fahrzeuge kostenlos.

Unser IDC-Fazit: Ein wichtiges Update für die ältere ID. Generation!

Mit der ID. Software 3.9.1 zeigt Volkswagen, dass auch die älteren Modelle der ID. Familie weiterhin berücksichtigt werden.

Besonders die manuelle Batterie-Vorkonditionierung ist aus unserer Sicht ein wichtiger Schritt.

Denn genau diese Funktion wurde von vielen Fahrern seit Langem gewünscht.

Wer regelmäßig längere Strecken fährt und dabei auf DC-Schnellladen angewiesen ist, weiß, welchen Unterschied die richtige Batterietemperatur machen kann.

Auch die Verbesserungen beim AC-Laden, beim PV-Überschussladen und beim Thermomanagement sind sinnvoll und praxisnah.

Natürlich bleibt abzuwarten, wie sich die Neuerungen nach der Installation tatsächlich im Alltag bewähren.

Aber eines steht für uns schon jetzt fest: ID. Software 3.9.1 ist deutlich mehr als ein reines Wartungsupdate.

Und besonders schön finden wir, dass Rückmeldungen aus der Community offenbar direkt in die Weiterentwicklung eingeflossen sind.

 


Quellen und weiterführende Informationen

Volkswagen Deutschland – ID. Software Versionen und Updates:
https://www.volkswagen.de/de/elektromobilitaet/software-und-konnektivitaet/id-software-versionen-und-updates.html

Volkswagen Deutschland – FAQ zu ID. Software Updates:
https://www.volkswagen.de/de/elektromobilitaet/software-und-konnektivitaet/neueste-id-software/faq-id-software-updates.html

Volkswagen ID. Drivers Club – Ankündigung und Informationen zur ID. Software 3.9.1 vom 5. November 2026.

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